[Tagebucheintrag Jule] Mein erster Schuhkauf …. verlief anders als gedacht.

Liebe Leser,

immer wieder kommt beim Laufen das Thema Schuhe auf. In Döbeln beim Lauf wurde ich von der Firma Salamoon bereits betrachtet und mir wurde ein Schuh empfohlen. Also habe ich mich jetzt einmal an das preisintensive Thema Schuhkauf herangetraut. Ich habe auf sozialen Netzwerken nach Shops gefragt, bei denen man gut beraten wird und wo auch ein gewisses Know How dahintersteckt. Da wurden mir viele vorgeschlagen.

Hellhörig wurde ich bei dem Namen Laufsportladen in Dresden. Das war nicht so weit weg und klang schon mal gut. Ich suchte deren Internetseite auf und wurde auch schnell fündig. Was ich da sah und las gefiel mir.  Sie bieten zwei Arten von Laufband-/Bewegungsanalyse an. Fachkompetenz war der Seite zu entnehmen, da sie auch Lauftreffs veranstalten und Kurse sowie Infoabende, die wie ich feststellen musste, schnell ausgebucht waren. Ich ließ gut 3 Wochen verstreichen, dann hatte ich mal einen freien Tag unter der Woche. Diese Gunst der Stunde nutzte ich und rief vier Tage vorher an, um einen Termin zu vereinbaren. Ich sollte meine Laufschuhe und kurze Hosen mitbringen. Dies war die Anweisung der Stimme am Telefon.

Der Tag, es war soweit. Meine Großeltern begleiteten mich. Die Fahrt war aufregend und ich diskutierte mit Omi und Opi darüber, was uns wohl erwarten wird, wie viel ich maximal ausgeben kann und was ich erwarte. Was erwartete ich denn? Die Antwort war leicht. Ich war der Meinung nicht dort unbedingt mir teure Schuhe aufschwatzen zu lassen. Ich wollte eine Beratung, bei der mir gesagt wird, was für Eigenschaften mein Schuh haben sollte und von welcher Firma, welcher Schuh diese mitbringt. Jetzt weiß ich das das unreell ist, denn es wurden vor Ort verschiedene Schuhe auf dem Laufband getestet. Zumindest bei der Kundin vor mir.

Wir sind also irgendwann angekommen, nachdem wir den Laden gefunden hatten. Parkmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden gewesen. Wir waren pünktlich. Also betraten wir zu Dritt den Laden. Opi sah die Preise und den ganzen Sportkram und entschied sich, auf ein Nickerchen zurück ins Auto zu gehen. P.S. Macht Opi öfter wenn  wir Weiber on Tour sind. Jedenfalls wurden wir sofort freundlich bedient. Ich zog mir meine zu kurze, kurze Hose an. Die Einzige, die noch nicht im Winterquartier war. Nun legten wir auch schon los. Zuerst befragte der Kollege mich nach meinen Beschwerden. Ich zählte meine unzähligen Rückenprobleme auf, das Problem mit meinem Ischias und die Schmerzen in Höhe des Rollhügels. Ich wies auf meine Problematik mit meinen nach innen klappenden Knien hin.Er grinste. Er fragte mich nach weiteren sportlichen Hobbys, war aber nicht wirklich über meine Reitaktivitäten überrascht. Nun lief ich mit meinen derzeitigen Schuhen auf dem Laufband, dann Barfuß, anschließend Zehenhochstand und Kniebeuge. Die Bilder schauten wir uns dann auf dem PC an. Immer wieder die Vergleiche mit Schuh und ohne Schuh. … Zwischendurch kam er mit dem Buch, die Laufbibel, an und empfahl es mir. Warum, erfahrt ihr gleich.

Das Ergebnis überraschte mich sehr. Er kam nicht mit teuren neuen Schuhen daher. Nein, er sagte schlicht weg. „Wenn du mit deinen jetzigen Schuhen Laufen kannst, dann nimm die.“ „Andere lösen deine Probleme nicht, das was ich sehe, sieht mit deinen Schuhen den Umständen entsprechend gut aus.“ Das haute mich um. Jetzt war das Vertrauen in den „Berater“/ Verkäufer gegeben. Wir werteten die Bilder aus. Hüftschiefstand, schwache Rücken- und Bauchmuskeln, Skoliose, die man gut sehen konnte, und die Knie, die fast 45° nach Innen kippten. Der Fuß aber steht gerade. Die Knieproblematik kommt also ganz klar aus dem Rücken. Meine zu weit nach außen kippenden Arme belegten diese These noch. So kam es, dass er mir nur das Buch ans Herz legte und mir die Übungen aufschlug und auch zeigte, die ich dann machen sollte. Dies bedeutet einmal weniger in der Woche Laufen, dafür 2 mal mehr Kräftigung. Indirekt, da er mir noch die anderen Kapitel zeigte mit dem Trainingsaufbau fürs Laufen, kamen wir auf die BlackRoll (Faszienrolle). Er sagte aber es geht auch alles ohne. Dann sah ich noch dieses Airex Kissen stehen, was ich aus dem Reha Zentrum noch kenne, bei dem ich eines meiner Ergotherapiepraktika absolviert hatte. Dort war das Kissen heilig. Da ich ja Jemand bin, der wenn er etwas macht, dies auch richtig macht, wollte ich jetzt dieses Kissen. Die Einsatzmöglichkeiten kenne ich ja. Und damit es sich auch lohnt, wollte ich nun auch die Rolle, bei der eine Übungs- DVD  mit inbegriffen ist.

So kam es nun, dass ich das selbe Geld ausgegeben hatte, wie für einen Schuh. Ich hatte zwar keinen Schuh, doch eigentlich trug ich schon die ganze Zeit den Richtigen. Ich hatte jetzt die Laufbibel, die Blackroll und das Airex Kissen. Kann ich ja in der Arbeit als Ergotherapeutin gleich mit nutzen, irgendwann.  Nun heißt es neben Reiten, Laufen noch viel Kräftigung und Dehnübungen. Zusätzlich erspart es mir noch den Gang in die Rückenschule. Und einen Termin bei einem Orthopäden werde ich jetzt auch mal vereinbaren.

So, jetzt wisst ihr wie das mit dem Schuhkauf war und wie gut und wichtig eine gute Beratung ist. Ich werde dem Laufdhop in Dresden als Kundin erhalten bleiben. Gerne werde ich diesen Laden weiter empfehlen und das mit einem guten Gewissen. Ich habe mir auch vorgenommen mal an einem Lauftreff oder einer der zahlreichen Kurse, Infoabende und anderen Veranstaltungen teilzunehmen.

Auf den Bildern seht ihr mich beim Laufen auf dem Laufband während der Analyse, bei der Auswertung und meine gekauften Dinge.

Übrigens, wenn ihr den Laden kennen lernen wollt oder mal nach Kursen schauen wollt, könnt ihr das über den Link tun. Wer nicht bis Dresden möchte kann auch in Chemnitz vorbei schauen. Der Laufsportladen 

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