[Tagebucheintrag Jule] Piepenbrock- Marathon Dresden 22.10.17

Hallöchen,

Heute erfahrt ihr alles rund um die Piebenbrock-Marathon in Dresden am 22.10.17. Der Text wird wohl etwas länger, aber es ist ja auch ein wahnsinnig und einmaliges Erlebnis für uns. Sabine und ich hatten unseren großen Tag, der erste Halbmarathon stand für uns auf dem Plan. 

Wie es dazu kam

Ich hätte ja am Anfang des Jahres nie gedacht, dass ich jemals und schon gar nicht dieses Jahr einen Halbmarathon absolvieren werde. Dann kam der Buchblog dazwischen. Könnt ihr euch noch daran erinnern? Es gab da ein Wettbewerb an dem wir teilgenommen haben und unter die Top 10 ernannt wurden, dann musstet ihr Läufer alle mit abstimmen für unseren Buchblog. Der Einsatz war, dass wenn wir gewinnen, ich einen Halbmarathon laufe. Ich war ja auch sicher, dass wir nie gewinnen würden. Da habe ich aber die Rechnung ohne unsere Leser unserer Blogs gemacht, denn wir hatten gewonnen und so musste ich meine Wettschuld einlösen. Da wer der Marathon in Dresden doch die beste Gelegenheit. 

Der Samstag davor

Am Samstag haben Biene und ich uns gegen Mittag getroffen und sind mit dem Zug nach Dresden gefahren. In Dresden Mitte sind wir dann ausgestiegen, wir konnten es kaum noch erwarten, war doch eine Gruppe mit Frauen mit im Abteil die dermaßen betrunken waren, am Sonntag Laufen wollten und anfingen das Rennsteiglied zu singen. Vom Bahnhof aus ging es dann zum Kongress Center in Dresden, dort fand die Messe statt, in der sich auch die Startnummerausgabe befand und wir unsere Chips für die Zeitmessung erhalten haben. Nachdem die Pflicht erledigt war, schlenderten wir noch über die Messe. Biene kaufte sich noch ein Langarmshirt. Wir kauften auch T- Shirt mit Ort und Datum des Marathons, dachten wir zumindest, aber als wir zu Hause waren mussten wir enttäuscht feststellen, dass es sich um T-Shirts von einem ganz anderen Lauf 2014 handelte. Energiegetränke und einen Energiestick besorgten wir uns noch. Auf einen Beutel für den Lauf haben wir jedoch verzichtet. Dann erkundigten wir uns noch bei den Laufreisenanbietern über Trailläufe, den ich mal irgendwann absolvieren möchte, aber niemals im Ultra Bereich. Nachdem wir schlauer waren und alles besorgt hatten, besuchten wir noch die Anbieter weiterer Läufe und meldeten uns direkt für den Oberlebe-Marathon im April an, jedoch nur für den 10 km Schulz- Aktiv Lauf. Dann haben wir noch Werbung für den Spreewaldlauf und den Rennsteiglauf mitgenommen.

Laufen für den guten Zweck

Bei Facebook hatte ich über die Seite der Laufszene Sachsen von der Spenden- Lauf- Aktion gelesen. Dort wurde ein Laufband aufgestellt und für jeden gelaufenen Kilometer ein Euro wurde 1€ gesponsert. Man lief dafür 10 min. Naja mehr wie 2,5 km waren es bei mir nicht, aber darum ging es mir auch nicht, ich wollte nur einfach mit daran teilnehmen. Insgesamt sind bei der Aktion wohl 2000€ zusammen gekommen.

Als wir das Kongress Center verließen begrüßte uns eine Band mit Schlagzeug. Das war echt mega cool Im Anschluss ging es mit dem Zug wieder nach Hause.

Der Lauftag

Der Lauftag fing schon absolut chaotisch an. Wir starteten um acht Richtung Zug und wollten mit diesem Starten. Es gab eine Durchsage, dass wir von einem anderen Gleis abfahren sollten. Im Zug sitzend kam mir das alles etwas spanisch vor und ich schaute sicherheitshalber in der App nach. Dort stand dann, dass es wohl Busumleitung bis Priestewitz gäbe, es standen aber keine Busse und es wurde auch keine Durchsage gemacht. Also sind wir alle wieder aus dem Zug ausgestiegen und zum Auto gespurtet. Wir haben noch 3 weitere Personen mit nach Dresden genommen. Gerade noch pünktlich kamen wir in Dresden an. Wir hatten noch 30 min bis zum Start, was für eine Aufregung. Unser Start verzögerte sich jedoch um 10 min. Im Nachhinein war zu lesen, dass es daran lag, dass einer der Favoriten für den Marathon wohl wegen Verspätung der Bahn es nicht pünktlich schaffte, eine Umleitung nehmen musste und dann vom Bahnhof zum Start gesprintet sei. Da wird er wohl in unserem gesessen haben. Glückwunsch an die deutsche Bahn. Grund war Notarzteinsatz. Er hat aber dann tatsächlich den Marathon gewonnen.

Irgendwann ging es dann auch für uns los. Um 10:40 Uhr startete dann das Feld mit über 3500 Läufern. Der Halbmarathon und der Marathon starteten zur selben Zeit. Es war schon ein gigantisches Feld, was dort abschwebte. Die 10 km Läufer starteten schon um 10:00 Uhr. Wir starteten vom Blog C aus gemeinsam.

Biene ging es jedoch gar nicht gut. Sie hatte starke Schmerzen im Knie. Die ersten 10 km liefen wir gemeinsam in einer gemächlichen Zeit von 7 min pro Kilometer. Biene ihre Verfassung wurde nicht besser. Wir hatten aber geschworen gemeinsam ins Ziel zu Laufen. Biene kennt mich aber. Bei Kilometer 10 entschieden wir uns gemeinsam dazu uns zu trennen. Mir war es wichtig, dass Biene nicht sauer auf mich ist, weil ich vorne weg laufe. Aber sie meinte es wäre ihr lieber, wir wollen unseren ersten genießen und wenn ich drängele könnte sie es auch nicht, zumal sie nicht wissen, ob sie unter den Schmerzen bis zum Ziel laufen kann. Also lief ich schneller und wir trennten uns. Vorher machten wir ja schon gemeinsam Bilder, erlebten gemeinsam den Tunnel und die ersten Bands mit den Schlagzeugen. Es war eine mega Atmosphäre.

Bis Kilometer 16 war echt alles noch mega entspannt und ich fühlte mich sehr gut. Da war ich dann auch mit einer Zeit von 5:30 – 5:55 pro Kilometer unterwegs. Ab Kilometer 16 fing aber mein Bein an Probleme zu bereiten. Irgendwas im Knie schwoll an, das bekannte rechte Bein und jeder Kilometer wurde schwieriger, vor allem der Letzte. Die Strecke war aber der Hammer. Am Palais vorbei durch den Großen Garten unten an der Elbe zum Maritim Hotel, wo dann auch das Ziel war. Die Strecke führte durch die Neustadt. Es war Atemberaubend, aber ich war echt froh, als ich das Ziel dann sah. (nach den Bildern geht es weiter)

Fazit

Es war eine wahnsinnige Erfahrung, wir haben beide gesund das Ziel gesehen und einen Tag später geht es uns noch immer gut. Wir blieben unter 2:30 Uhr was wir uns als Ziel gesteckt haben. Ich lief bei 2:10 ein und Biene bei 2:18. Ich habe bei Zieldurchtritt nur gejubelt, Biene fiel mir mit Freudentränen im Gesicht in die Arme, dass war wohl der bewegenste Moment und jetzt, wo ich es auf schreibe kommen mir schon wieder die Tränen. Denn WIR haben es Geschafft. Es ist so unglaublich. Wir hatten selbst nicht geglaubt so eine Leistung zu bringen und dann das. Wahnsinn. Natürlich waren viele schneller, aber darauf kam es uns nicht an. Bei uns zählte nur das Ziel.

Details: Gesamtplatz 2291, von 975 Frauen bin ich 609. und Biene 767. Ich in meiner AK W30 81. und Biene 99.

Video

Marathon Link für die Ergebnisse

Vielen dank an Marathon Pics für die tollen Fotos: Im Folgenden, habe ich heute erstanden.

   

Es gibt noch ein grandioses Bild vom Zieleinlauf, ich muss nur noch den Fotografen überredet bekommen, dass ich das Bild kaufen darf..

Vielen dank für eure Zeit, Wir sind mega happy und mich hat das Fieber gepackt. Im kommenden Jahr werden weitere gelaufen.

Bis bald.

 

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